Aus jeder Pfütze trinken können? Das ermöglicht ein Wasserfilter. Er ersetzt so die unendliche Anzahl an Flaschen, die wir sonst tragen müssten. Leider gibt es zwischen den Filtern große Unterschiede, die bestimmen, wofür der Filter geeignet ist.

Auf einem Ausflug in die Natur haben wir immer Trinkwasser dabei. In Flaschen, Trinkrucksack oder anderen Behältern. Wichtig ist, so viel Trinkwasser wie möglich zu haben. Hydratation steht an erster Stelle, sogar noch vor dem Essen. Auf längeren Ausflügen in die Natur, bei denen wir mehrere Tage oder Wochen unterwegs sind, können wir jedoch nicht genügend Wasser mitnehmen. Bei einem Verbrauch von 3 Litern pro Tag müssten wir für eine Woche 21 Liter Wasser tragen, was 21 Kilo zusätzlich im Rucksack bedeutet. Ganz zu schweigen vom Platzmangel. Ein weiteres mögliches Szenario ist, irgendwo in der Natur steckenzubleiben, ohne darauf vorbereitet zu sein. Gibt es eine effektive Lösung? Ja, ein Wasserfilter ist die Lösung.

Wasser ohne Filterung = schlechte Idee

Bei unseren mehrtägigen Expeditionen ist es gut, einen Wasserfilter dabei zu haben. Was ist ein Wasserfilter? Im Grunde handelt es sich um ein Gerät, das in der Lage ist, Wasser mithilfe von Technologie in trinkbaren Zustand zu filtern. Moment, wir können doch Wasser aus Bächen trinken. Ja, das stimmt. An Orten, an denen das Wasser fließt, also beispielsweise in einem mittelgroßen Bach, könnten wir theoretisch Wasser trinken. Ein weiteres Zeichen ist die Anwesenheit von Fischen. Dennoch wissen wir nicht, was oberhalb im Fluss liegt. Dort könnte ein totes Tier liegen, und wir könnten uns beispielsweise mit Ruhr infizieren. Das würde unser Schicksal besiegeln. Das Wasser sollten wir immer zumindest abkochen. Im Vergleich dazu sind Wasserfilter einfach die Nummer eins auf diesem Gebiet. Sie lassen sich in Gravitations- und Druckfilter unterteilen.

Druck versus Schwerkraft

Aus den beiden Namen lässt sich leicht erkennen, welches Prinzip die jeweiligen Filter haben. Beim Gravitationsfilter wird ein Behälter mit Wasser gefüllt, das wir am besten aus einem mittelgroßen Fließgewässer entnommen haben. Dieses Wasser wird durch die Schwerkraft nach unten gezogen. Auf seinem Weg steht ihm ein Filter im Weg, der aus mehreren Teilen besteht. Jeder Teil sorgt dafür, dass das Wasser von Mikroorganismen und anderen Verunreinigungen gereinigt wird. Am Ende erhalten wir sauberes Wasser, das wir trinken können. Der Druckfilter funktioniert nach demselben Prinzip. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Wasser mithilfe einer Pumpe unter Druck in den Filter gepumpt wird. Und wie viel Wasser können wir filtrieren? Jeder Filter hat eine angegebene Durchflussmenge, die angibt, wie viele Liter pro Minute aus dem Filter austreten. Auch danach können wir unsere Auswahl richten.

Nichts ist unsterblich

Das Erste, was uns in den Sinn kommt, ist die Lebensdauer eines solchen Wasserfilters. Diese wird durch den eigentlichen Filter bestimmt, der in vielen Fällen austauschbar ist. Filter können aus Keramik bestehen, mehrkammerig sein usw. Jeder von ihnen hat eine bestimmte Anzahl von Litern, die er filtern kann. Diese Zahl geht Hand in Hand mit der Qualität des gefilterten Wassers. Werden wir schönes, klares Wasser aus einem fließenden Bach filtern, wird die Lebensdauer hoch sein. Wird das Wasser dagegen trüb und voller Verunreinigungen sein, wird der Filter viel schneller kaputtgehen. Verstehen wir? Die Lebensdauer geht Hand in Hand mit der Qualität des gefilterten Wassers. Wenn der Filter versagt, kaufen wir einfach einen neuen und ersetzen ihn. Das ist der große Vorteil moderner Filtersysteme.

Sand und Kohle gegen Fortschritt

Einen solchen Gravitationsfilter können wir uns auch selbst bauen. Er wird aus verschiedenen Ebenen bestehen, durch die das Wasser nach und nach durch Sand und Holzkohle fließt. Diese Variante ist effizient, aber leider nicht so zuverlässig wie ein Wasserfilter. Der Hauptmeilenstein für uns ist seine Größe. Beim Kauf müssen wir uns klar machen, ob wir ihn im Rucksack mit uns herumtragen oder beim Zelten im Auto dabei haben werden. Die Filter unterscheiden sich nach Durchflussmenge, Lebensdauer, aber auch nach dem Volumen des Behälters. Für Ausflüge reicht uns ein Ein-Liter-Filter, für das Campen können wir einen Zehn-Liter-Filter haben. Wasserfilter sind die moderne Antwort auf die Frage nach Trinkwasser in der Natur. Nutzen wir sie und lassen uns damit besser vorbereiten.

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