Für manche vielleicht ein wenig unerwartet, aber jedenfalls geschah es genau im Jahr 2015, als die Führung der deutschen Bundeswehr entschied, dass sie zwei weitere (und erneut auf dem bereits beliebten „Flecktarn“ basierende) Tarnmuster in ihre Tarn- und Camouflageausrüstung aufnehmen sollten. Es handelte sich um Modelle, die für arktische/bzw. gefrorene und verschneite Bedingungen ausgelegt waren. Es sollte auch Standardausrüstung für Einheiten sein, die sich auf Einsätze im Ausland vorbereiten.

Der ursprüngliche Entwurf wurde bereits um das Jahr 2012 getestet (wieder unter der Aufsicht des örtlichen „Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe der Bundeswehr (WIWeB)“, welches so etwas wie das „Deutsche Militärinstitut für Forschung und Versorgung“ ist). Das Tarnmuster „Multitarndruck“ hat diese Farben: hellgrün, dunkelgrün, braun, beige, grau und schmutzig weiß. Das alles basiert offenbar auf dem standardmäßigen BW Flecktarn und wurde zunächst nur an das KSK (Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr) verteilt. Im Laufe der Zeit sollte es jedoch auch bei den allgemeineren Truppentypen und Dienstgraden erscheinen. Und was ist am Multitarn-Tarnmuster großartig? Es ist so entworfen und hergestellt, dass sämtliche Nachtsichtgeräte damit viel mehr Arbeit haben.
