Pulverbeschichtung ist eine Art der Oberflächenbehandlung, auch bekannt als Pulverlackierung (powder = Pulver).

Trockenes Pulver wird auf die Oberfläche des behandelten Materials gesprüht. Der Überzug haftet gewöhnlich elektrostatisch und wird anschließend durch Erhitzen gehärtet, wodurch auf dem Werkstück eine Art "Haut" entsteht. Dieser dünne Film kann aus thermoplastischen oder duroplastischen Polymeren bestehen (Thermoplaste oder Duroplaste). Die Pulverapplikation erzeugt eine feste Oberfläche, die widerstandsfähiger ist als herkömmliche Anstriche. Die Behandlung wird in speziellen Kammern durchgeführt oder kann auch manuell mit einer Druckpistole erfolgen.

Pulverlackierung wird vor allem für die Oberflächenbehandlung von Metallprodukten verwendet, wie Haushaltsgeräte, verschiedenste Alltagsgegenstände für Haushalt, Büro und Fertigungsprozess, Aluminiumprofile, Komponenten und Teile von Autos, Motorrädern und Fahrrädern. Neuere Technologien ermöglichen auch die Anwendung der Behandlung auf andere Materialien, wie zum Beispiel MDF-Platten. Die Nutzung für Pulverbeschichtung ist wirklich vielfältig. Im Outdoorbereich wird diese Behandlung beim Finishing von Messerklingen, bei verschiedenen klassischen sowie multifunktionalen Werkzeugen, bei Campingausrüstung und vielen weiteren Produkten verwendet.
Das Pulver wird trocken aufgetragen und dank der Abwesenheit eines flüssigen Trägers verläuft es nicht – die Unterschiede im Aussehen zwischen senkrecht und waagerecht behandelten Flächen sind minimal. Die Oberfläche des behandelten Gegenstandes ist glatt und widerstandsfähiger. Zudem können vor der Härtung auch mehrere Farben in einer Schicht aufgetragen werden, was interessante und spezielle Effekte durch Farbmischung ermöglicht, auch bei einem dünnen Film auf der Oberfläche der Gegenstände.