Polyester

Oft hört man, dass Kunstfasern nicht gut seien, dass sie unangenehm auf der Haut sind und vieles mehr. Wie ist das zum Beispiel mit Polyester, einem der am meisten produzierten Kunstfasern der letzten Zeit? Ist es wirklich so schlecht? Wie ist man überhaupt auf Polyester gekommen und wie wird es hergestellt?

Was ist also Polyester? Aus dem Namen können wir schließen, dass es sich um einen Kunststoff handelt. Praktisch ist das so, aber eine genauere Definition wäre angebracht. Polyester bildet die Grundlage für die Herstellung von Polyesterfasern, die synthetische Produkte sind. Das Zeichen für Polyester ist PES. Diese Fasern werden vorwiegend bei der Herstellung von Ausrüstungen verwendet, wie Rucksäcken, Taschen, aber auch Kleidung.

Was wissen wir historisch über Polyester?

Würden Sie glauben, dass die natürliche Form von Polyester schon seit 1830 bekannt ist? Die erste Nutzung erlebte Polyester im Ersten Weltkrieg, wo es hauptsächlich als Imprägnierungsschicht verwendet wurde. Mit der schrittweisen Entdeckung von Kunstfasern, zu denen vor allem Nylon gehörte, kam man fast versehentlich auf Polyester. Obwohl Forscher mehrfach kurz vor der Entdeckung von Polyester standen, wurde dessen Faser erst 1941 in England patentiert. Nach Baumwolle handelt es sich um die am meisten genutzte Faser weltweit. 

Wie steht es heute um Polyester?

Die aktuelle Produktion von Polyester steigt weiterhin an. 2005 handelte es sich um ca. 25 Millionen Tonnen Material, 2014 dann um fast 59 Millionen Tonnen. Das sind doch beachtliche Zahlen, oder? Obwohl es scheinen könnte, dass Polyester im Aufwind ist, ist seine Zukunft etwas ungewiss. Moderne Staaten gehen davon ab und ersetzen es durch moderne Lösungen. Umgekehrt ist es bei Ländern wie China und Thailand, die der größte Produzent von Polyester sind.

Wie wird es hergestellt?

Der Grundrohstoff für PES ist Erdöl. Daraus werden zwei Grundrohstoffe gewonnen – Dimethylterephthalat und Glykol. Es folgt ein Polykondensationsprozess, bei dem Polyethylenterephthalat hergestellt wird. Dieses wird anschließend entweder direkt versponnen oder in Granulatform umgewandelt. Diese wird transportiert und zum Zweck der Verspinnung verkauft.

Wozu ist es also gut?

Polyester stellt eine hervorragende Alternative zu Naturfasern dar. Es ist stark, zuverlässig, trocknet schnell und seine Struktur ist direkt offen für Modifikationen. Es ist eine kostengünstige Alternative, die gut verfügbar und zuverlässig ist.
 

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