Chloropren wird zur Herstellung von Chloroprenkautschuk durch Polymerisation verwendet. Chloroprenkautschuk ist besser bekannt unter seinem Markennamen Neopren. Bis zum Jahr 1960 wurde Chloropren durch das Acetylenverfahren hergestellt. In diesem Prozess reagieren zwei Moleküle Acetylen zu Vinylacetylen, welches durch Reaktion mit Chlorwasserstoff in Chloropren umgewandelt wird.

Aufgrund der Komplexität und hohen Kosten wurde dieses Verfahren nicht mehr verwendet. Heutzutage wird Chloropren durch Chlorierung von 1,3-Butadien und die anschließende Reaktion der entstandenen Produkte hergestellt. Neoprenanzüge schützen Surfer und andere Wassersportler vor Unterkühlung und Sonneneinstrahlung. Da Wasser zusammen mit Wind dem Körper des Sportlers durch Verdunstung Wärme entzieht, ist es sinnvoll, sich mit einem Neoprenanzug vor Unterkühlung auch bei Temperaturen über 20 Grad Celsius zu schützen. Der Schutz vor der Sonne ist ebenfalls wichtig, da Anzüge beim Wassersport auf der Wasseroberfläche getragen werden, bei dem der gesamte Körper oder ein bedeutender Teil davon direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.
Neoprenanzüge für Surfer werden aus dünnem Chloroprenkautschuk hergestellt, allgemein bekannt als Neopren. Die wärmeisolierenden Eigenschaften werden durch die Schaummaterialstruktur (Luftblasen im Material) bestimmt. Für ein leichteres Anziehen und mehr Komfort ist Neopren vor allem auf der Innenseite mit Frottee- oder Lycra-Gewebe beschichtet. Diese Anzugart wird direkt auf der nackten Haut getragen, unter dem Anzug werden nur sportliche Badekleidung getragen. Weit verbreitet ist ein Anzug mit kurzen Beinen und kurzen Ärmeln oder ärmellos, bekannt als Monoshort oder Shorty. Es sind auch kurze Hosen über dem Knie sowie einteilige Damenbadeanzüge erhältlich. Anzüge mit langen Ärmeln und bis zu den Knöcheln reichenden Beinen sind ebenfalls erhältlich. Übliche Materialdicken liegen bei 2,5 mm bis 6 mm.

Diese dünnen Neoprenanzüge sind weit verbreitet unter Surfern, Wasserskiläufern und Jetski-Fahrern. Anzüge mit langen Ärmeln und Beinen werden bei Triathlons und Langstreckenschwimmen eingesetzt. Shorties und einteilige Badeanzüge werden beim Aquaaerobic verwendet. Diese Anzüge sind in der Regel einteilig, haben keine integrierte Kapuze, sind häufig in kräftigen Farben und der Reißverschluss für einfaches Anziehen ist meist am Rücken. Damit der Sportler sich ohne fremde Hilfe anziehen kann, ist der Zippergriff mit einer Schnur versehen. Diese Merkmale unterscheiden dünne Neoprenanzüge von Taucheranzügen, genauer gesagt von den Varianten, die für das Tauchen in tropischen Gewässern bestimmt sind.
Das Material ist genauso wie bei tropischen (nassen) Taucheranzügen. Der Anzug selbst ist wasserundurchlässig, aber die Konstruktion des Anzugs (Säume, Reißverschluss) lässt eine kleine Menge Wasser zwischen den Anzug und die Haut des Sportlers eindringen. Je genauer der Anzug am Körper sitzt, desto dünner ist die Wasserschicht. Es zirkuliert weniger Wasser und kühlt den Körper weniger. Die dünne, minimal zirkulierende Wasserschicht erwärmt sich schnell auf die Körpertemperatur.