Sie findet Verwendung in der Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetikindustrie, sowie in Fassaden- und Wohnarchitektur. Für den Einsatz in der Chemieindustrie ist sie nicht geeignet, da sie nur wenigen wenig konzentrierten Säuren widersteht. In der Außenumgebung widersteht sie der Oberflächenkorrosion nur dann, wenn Ablagerungen von chemischen Emissionen (Staub und Salze) regelmäßig durch Regenwasser abgewaschen werden.
Dieser meistverwendete Edelstahl, auch als „Lebensmittelecht“ oder „18-10“ bekannt, entspricht den Erwartungen der Abnehmer hauptsächlich durch das Preis-Leistungs-Verhältnis in bestimmten Umgebungen.
Weniger korrosionsbelastete Geräte der chemischen Industrie, Papierindustrie, geschweißte Konstruktionen, Behälter, Kläranlagen usw. Der Nickelgehalt kann an der Grenze der Verwendbarkeit für Trinkwasser liegen. Für Lebensmittel und Speisen kann sie verwendet werden. Maximale Temperatur 650°C (hitzebeständiges Material).
Sie ist schweißbar und auch bei tieferen Einbrandtiefen (über 5 mm Dicke) gut verarbeitbar. Sie wird durch Schneiden, Biegen, Ziehen (Durchziehen) verarbeitet. Die Spanbearbeitbarkeit ist gut. Schwierig zu polieren.
Zugfestigkeit Rm 500 - 700 N/mm². Streckgrenze (Elastizitätsgrenze) Rp 0,2 min. 200 N/mm². Dehnung A80mm min. 40%. Glühtemperatur 1000 -1100°C Abkühlung mit Wasser, intensiver Luft. Nicht magnetisch, nicht härtbar. Sie neigt zur Kaltverfestigung beim Ziehen oder bei der spanenden Bearbeitung unter ungeeigneten Schnittbedingungen. Die Verfestigung entsteht durch die Umwandlung von Austenit in deformierten Martensit, welches die Festigkeit erhöht, die Dehnung verringert und Magnetisierbarkeit verursachen kann. Bei Profilen mit größerem Querschnittsbereich kann eine teilweise Magnetisierbarkeit im Kernbereich des Profils auftreten - verursacht durch Reste von Martensit aus hohen Temperaturen während der Herstellung. Diese Änderungen beeinträchtigen nicht die Korrosionsbeständigkeit und Schweißbarkeit des Materials. Polierbar.